Donnerstag, 8. Mai 2008

S-Insel, ein anderes Land ...

Der Wettergott hatte Erbarmen mit uns (va mit mir, da mir ja eh so schnell schlecht wird aufm Wasser) und die nächsten 2 Tage herrschte traumhaftes Herbstwetter. Die Überfahrt zur S-Insel war toll (die Landschaft atemberaubend, ich aber schon ähnliches gesehen in Canada) und somit hatte bereits die S-Insel, von der ALLE so schwärmen, meine größte Sympathie.


Mit Verspätung in Picton (siehe Foto oben im Hintergrund) angekommen, hat uns Cecile wie vereinbart abgeholt, wir haben ein neues Auto bekommen (Nissan statt Toyota), und sind gleich Richtung Tasman/ Golden Bay aufgebrochen. Die Fahrt entlang der Küste - ich durfte endlich wieder ans Steuer - war bei diesem Wetter natürlich super. Wir legten ein paar Fotostopps ein, ua beim Kaiteriteri-beach, rechtzeitig zum Sonnenuntergang ...

Der Tag war lang und schön, in Takaka angekommen mussten wir in einem kalten, ungemütlichen Hostel unterkommen. Eigenartig war, dass uns nicht die Rezeptionistin begrüßte, sondern ein Telefon mit der Nummer, wo wir die zuständige Dame erreichen können. Und wo konnten wir sie erreichen? Im Pub. So quartierte uns eine angeheiterte Frau über die Leitung ein (ohne Rechnung, ohne Zimmerschlüssel, ohne Nachnamen, nur mit Hinweisen, wem wir das Geld zahlen könnten) ... tja, am nächsten Morgen konnten wir sie immer noch nicht auffinden, keinen Zuständigen finden, der das Geld wollte, so sind wir, unchristlich wie wir sind, ohne zu zahlen aufgebrochen. Hui, hatte ich nach ein paar Stunden ein schlechtes Gewissen und mir schon die schlimmsten Sachen zusammengereimt (sie weiss, dass ich BBH-Member bin, meinen Vornamen und meine Nationalität und dass wir zu 3. unterwegs sind ... und die Reiseziele sind hier in Neuseeland ja auch klar) ... aber bis dato ist uns noch nix passiert!

So schlimm kanns nicht gewesen sein, denn wir wurden nach dieser kalten, ungemütlichen Nacht mit tollem Wetter belohnt und ich hatte einen der schönsten Tage in Neuseeland überhaupt. Wir waren relativ zeitig am Morgen am Golden Bay.


Auf dem Weg dorthin habe ich ein Hinweisschild auf "Springs" gesehen und Cecile hatte bereits im Lonely Planet gelesen, dass das die "Pupu"-Springs sind, die größten australasiatischen Süßwasserquellen!! Wunderschön ...


es gab dort auch ein Periskop um das Wasser und seine Klarheit genauer zu sehen (und uns!!).


Bei den Springs trafen wir auf ältere Herrschaften aus unserem Hostel (buh, da hatten wir schon Angst, dass die von unserer "gratis"-Nächtigung wussten). Aber sie haben uns mit einem breiten Grinser im Gesicht (weil sie so gute Erlebnisse hatten) auf eine naheliegende Lachsfarm aufmerksam gemacht. Wir schmissen alle unsere Pläne (zwischen 2 Bays zu wandern) über Bord und haben uns auf zum Lachs angeln gemacht. Hier eine Fotoserie, die für sich selbst spricht.


Ich habe 4 der 5 Lachse gefangen (es waren meine 1. Angelversuche) ... aber ohne Brudi ging´s doch nicht ganz ...

Pro kg mussten wir 18 Dollar zahlen und für 12,50 Dollar haben sie sie gleich dort für uns gesäubert und geräuchert (mit über 8 verschiedenen Seasonings zur Auswahl). Hmmm war das ein tolles selbstgefangenes, selbstgetötetes (ja, wirklich unchristlich) Lunch (siehe vorher - nachher Foto).

Trotz allem schafften wir unser Etappenziel Punakaiki, wo es die Pancake-Rocks gibt, auf die uns Cecile aufmerksam gemacht hat. Am Ende dieses tollen Tages wurden wir in ein wunderschönes 3Bettzimmer einquartiert, in einer Art Hütte mit Kamin mitten im Regenwald mit 8minütigem Zugang zum Strand (siehe Fotos am nächsten Tag), mit frisch gemachten Muffins und selbstgebackenem Brot zum Kaufen.



Pancake Rocks und Blow Holes

Das alles schreibe ich euch vom oberen Bett des Stockbettes (Gerald unten, Cecile daneben) aus unserem 3Bettzimmer im BBH-Hostel im kleinen Örtchen namens FRANZ JOSEF, ja, tatsächlich benannt nach unserem Kaiser, wo wir uns heute endlich Glowworms ansahen und morgen hoffentlich, wenn es endlich aufhört zu Schütten, einen Marsch zum Gletscher (namens Franz Josef) - bis zu Beginn des Eises - antreten können.

Die S-Insel ist wirklich ganz anders als die nördliche, die Landschaft europäischer, ja fast wie in Tirol, aber noch schöner und doch exotischer, kein Vergleich zu den letzten Wochen hier in Neuseeland. Sind wir immer noch im selben Land??

Dienstag, 6. Mai 2008

Nachtrag: N-Insel

Cati konnte am nächsten Tag 2 ihrer 3 fehlenden Adventures in Taupo nachholen (Jetboat zu den Hukafalls und den Heliflug). Für den Skydive war sie schon in voller Montur, konnte aber aufgrund des schlechten Wetters nicht aufsteigen. Währenddessen sind Gerald und ich auf den nahegelegenen Mount Tauhara (1088 m) gegangen (2,5h hin und retour) - Foto: Blick auf Lake Taupo (ein Vulkankrater, der sich ca. vor 260.000 mit Wasser gefüllt hat)


Cati haben wir am Nachmittag mit Cecile, einer Schweizerin, die wir am Gipfel des Berges kennen gelernt haben, in einem Cafe getroffen. Gerald durfte an diesem Tag das 1. Mal Autofahren und hat glatt das Licht angelassen, so dass wir noch später als geplant nach New Plymouth aufbrechen konnten (nachdem uns die Polizistin Starthilfe leistete). Bis zum Endziel hatten wir es nicht geschafft, ua aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse (sogenannte Promillestraßen, wie wir Schotterstraßen in Österreich nennen, wären auf unseren Straßenkarten gar nicht eingezeichnet). Aber auch das hatte seinen Sinn:

1. hatten wir einen der schönsten Sonnenuntergänge bisher

2. hat uns die Inhaberin eines Motels 20 km vor New Plymouth, zu so später Stunde ein Zimmer, ja eigentlich eine Wohnung, um 70 Dollar statt um 150 gegeben!

In New Plymouth hatten wir wieder schlechtes Wetter - so haben wir uns ein asiatisch-europäisches all-you-can-eat-Buffet genehmigt, sind ans Meer spaziert, waren im Museum (mit Blick aufs Hostel, siehe Foto) und in der Library beim Internet.


Am nächsten Tag haben wir dem Regen getrotzt und sind bei eisiger Kälte einen ca 1,5 stündigen Loop am Mount Egmont gegangen (den wir anfangs mit dem Schicksalsberg von "Herr der Ringe" verwechselt haben (Foto: Schnee!!) - es stellte sich heraus, dass "Last Samurai" dort gedreht wurde).

Aufgrund des schlechten Wetters mussten wir unsere Pläne ändern und sind bereits am 2. Mai, statt wie geplant am 4. oder 5. in Wellington, Cati´s "Endstation" mit uns, angekommen (die Fähre zur S-Insel konnten wir kostenlos vom 8. auf den 6. umbuchen). Nach anstrengender Hostel- und gratis-Parkplatz-Suche (wir brauchten das Auto zwar nicht mehr, hatten es aber schon bis 5. bezahlt) gingen wir trotz strömenden Regens und Kälte/ Wind noch auf Essenssuche für Gerald. So hatte Wellington nicht gerade den besten 1. Eindruck auf mich. Ich bin ws eine der wenigen Personen, der Auckland besser gefällt als die Hauptstadt, ua weil Auckland größer ist und weil es dort direkt am Wasser Lokale gibt. Doch Wellington hatte eine nette Fußgängerzone, durch die wir mehrmals (Maroni-essend) bummelten und ein tolles Nachtleben. Wir wechselten das Hostel nach 1 Nacht zu unserem Wunschhostel (dem YHA) und sind dort zufällig beim Einchecken wieder auf Cecile, die Schweizerin vom Berg in Taupo, getroffen. Gerald, jaja, er hat schon sparen gelernt mit mir, hat genau da Kärtchen mit Essen zum halben Preis in einem nahegelegenen Hotel gefunden, wo wir uns 2mal ein spätes Frühstück gönnten. Am Samstag gingen Cati und ich mit Cecile aus, bis 4 Uhr morgens, und Gerald war alleine bis 1 Uhr auf Jagd nach nem guten Foto. Ich war auch auf "Jagd", nein, ihr kennt mich, nicht auf Männerjagd, aber trotzdem hab ich Tim kennen gelernt, der eigentlich von Christchurch ist, in Wellington für Peter Jackson arbeitet, und eine Schwester in Te Anau hat. Te Anau ist die Ausgangsstation für die Fahrt zum Milford Sound ("dem 8. Weltwunder"). Seine Schwester arbeitet zufällig für eine dieser Firmen, die Bootsfahrten anbietet ... so kommen wir hoffentlich zu einer gratis-Tour!!! Naja, zumindest ich, denn ICH muss ja dann mit Tim in Christchurch dafür ausgehen, haha.

Am nächsten Tag war wieder Museum angesagt und wow, das Te Papa Museum of New Zealand war eines der größten und beeindruckendsten Museen bisher (wieder gratis)! Schade, dass ich bereits nach 2h soo müde war und für den Rest der Ausstellungen nicht mehr so aufnahmefähig war ... es war komisch, dass wir alle 4 (mit Cecile) im gleichen Museum waren, zur gleichen Zeit, und jeder andere Dinge gesehen hat (wie jeder seine unterschiedlichen Schwerpunkte/ Interessen hat ...). Ich hatte mehr Wert auf die Tiere und die Fossilien/ Knochen gelegt und auf die Filme mit den Lieblingsorten ausgewählter Menschen in Neuseeland. Ich bin so froh, diesen Film gesehen zu haben, seit dem weiß ich wirklich, was an Neuseeland so schön ist und kann es mehr genießen, schätze es mehr und weiß wieder, wieso ich hier bin. Toll! Museen haben mir früher nicht viel gegeben, jetzt ist das ganz anders.

Cecile ist am nächsten Tag bereits nach Picton aufgebrochen, (wir haben uns ausgemacht, dass sie uns am nächsten Tag von der Fähre dort abholt und Gerald und ich sie mit dem Auto so lange mitnehmen, wie sie möchte), Cati war morgens im Internetcafe und Gerald und ich haben das Mietauto zurückgebracht (mit fehlender Radkappe und hängendem Auspuff - alles kein Problem, denn wir hatten die Radkappe ja im Auto dabei:). Wir haben die falsche Ausfahrt genommen und sind auf dem Highway gelandet, den wir ca 10 km entlang fahren mussten (eine Strecke) ... da wurde uns so richtig bewusst, wie sehr wir die Cati brauchen (als unser Cat-Cat! - sie war auch unser Radio, sang die ganze Zeit Lieder für uns, weil das Autoradio nicht funktionierte, auch nicht KASETTEN, die wir in Antiquitätenläden suchen mussten). Als Abschiedsessen von Cati sind wir zum Inder gegangen und danach mit dem Cable Car (ich wollte mir eine Studentenkarte kaufen, aber der Verkäufer meinte, ich sehe zu jung aus für einen Studenten - gut, dann nahm ich halt die Kinderkarte) zum botanischen Garten gefahren.

Man kann nicht mehr verdrängen, dass bereits Herbst ist.


Ich habe die letzten Stunden mit Cati sehr genossen. Beim Zurückspazieren zum Hostel haben wir einen Asiaten gefunden, der bereits sein Geschäft schloss und die Sushi etc zu einem Spottpreis loswerden wollte, kauften Wein ein und haben uns einen schönen letzten Abend gemacht (ich muss gestehen, wir konnten zu 3. nicht mal 1 Flasche Wein leeren, hihi).

Die Cati hat sich bereits am 6. Mai von uns getrennt, da wir in Napier auf der Gourmet Experience von einer Frau, die im Bereich Ernährung/ Tourismus arbeitet, nach Auckland in ihr Haus eingeladen wurden. Sie hatte wirklich Glück (immer alles in Verbindung mit mir natürlich), denn auf Fiji haben wir auch von einem Bus erfahren (dem Naked-Bus), mit dem man bei rechtzeitiger Buchung um 1 Dollar!!!!! beliebige Strecken fahren kann (wie Wellington - Auckland, das sind über 500 km!!). Unglaublich oder!? Und die Cati konnte das und das Angebot der Frau nützen, echt toll. Und Gerald und ich sind zur selben Zeit zur Fähre nach Picton, dem Tor zur S-Insel, aufgebrochen.

Dienstag, 29. April 2008

ins Wasser gefallen

Heute wollte die Cati ihr 4faches Adventure durchziehen, aber aufgrund des starken Regens konnte sie leider nur Bungy-springen (was ihr aber, glaub ich, am wichtigsten war). Hat echt nach Spaß ausgesehen, leider war es viel zu schnell vorbei. Sie war in der Früh schon sehr sehr nervös, dort hat sie sich aber dann beim 2.!! Startzeichen mutig, aber schreiend, in die Tiefe gestürzt. Morgen sehen wir weiter, vielleicht kann sie den Rest machen, sonst bekommt sie das Geld zurück für alles, was nicht möglich ist. Wie es dann weiter geht, wissen wir noch nicht genau. Hier bleiben (in Taupo), da größere Stadt und auf schöneres Wetter hoffen, um dann zum kleinen Dort namens NATIONALPARK weiterzufahren, damit wir dort das eigentliche Highlight, das Tongoria Crossing, machen können ... oder sich gegen den Wettergott geschlagen geben und jegliche Wanderaktionen absagen und einfach so rumfahren ... keine Ahnung. Ziemlich deprimierend alles, weil es ja sonst nicht mehr viel zu tun gibt hier. Würden einfach so aus Langeweile auch zur Stadt mit dem längsten Namen in Neuseeland fahren ...


Waren Sonntag auf dieser "Gourmet Experience"-Messe. Fotos gibt es aus meiner Kamera davon nicht, da ich zu sehr mit Essen beschäftigt war:)

Dafür kann ich euch von meinem schönsten Morgen bisher berichten ... und dass alles so kommt, wie es kommen soll:

Ich hatte am Montag vor, gleich in der Früh (vor Aufbruch) ins Cafe zu gehen, um dort meinen blog endgültig auf den letzten Stand zu bringen. Dann entschloss ich, lieber nicht um halb 7 aufstehen und das gesamte Dorm (noch weitere 6 Mädls) aufwecken ... Cati hatte aber den Wecker nicht mehr abgestellt und zufällig/ ausnahmsweise waren 4 der 6 Mädls bereits um 6 Uhr auf um zusammen zu packen. Da ich dann eh nicht mehr schlafen konnte, bin ich doch noch spontan mit meinem Laptop ins Cafe spaziert. So früh war ich noch nie auf, seit ich Österreich verlassen habe (außer, wenn ich zu einem Flieger musste) und ich war total überrascht, dass ich die Sonne noch aufgehen sah - überm Meer. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe dort eine halbe Stunde verbracht, alleine, an diesem vielleicht letzten sonnigen Tag. Es war wunderschön!!




Danach ging´s auf zu einer Honigproduktionsfirma - was für mich deshalb so interessant war, da meine neue Freundin Marina, aus San Francisco bzw. San Diego (meine damalige Mitfahrgelegenheit mit dem kiffenden Freund) selbst Bienen züchtete und mir einiges darüber erzählt hatte. Seht die Bienenkönigin! Und die verschwommene Biene in der Mitte, auf dem 2. Foto, ist eine Biene, die gerade eine gute Pollenquelle gefunden hat und es durch einen Tanz den anderen mitteilt (das haben wir zuvor in einem Video gelernt):) Und Cati voll in ihrem Element (wer es nicht weiss, sie arbeitet in einem Labor).



Weiter ging´s in eine Käserei, Käseverkostung, und wir sind an einem weiteren tollen Aussichtspunkt vorbei gekommen. Danach schnell in ein uns empfohlenes Eisgeschäft (Rush Monroes) in Hastings zur Stärkung der Fahererin und des Beifahrers (ich kann´s mir ja geld- und figurmäßig nicht leisten) und dann ab Richtung Taupo, wo wir jetzt eben ohne Beschäftigung festsitzen. Nochmal Beehives etc ... wird auch schon fad. Wir wissen ja schon alles, haha.

Vielleicht schauen wir morgen, zwecks Bewegung, in ein Schwimmbad und ins Fitnesscenter, was mir sehr zusagen würde.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Samstag, 26. April 2008

Tauranga - Gisborne - Napier

Zwischen den 2 Internetcafes am 22. sind wir (zum Kopfausrauchen vom vielen Blogschreiben) noch spontan zum umliegenden Berg gefahren, den man wie eine Halbinsel umgehen kann und haben dort auf den Sonnenuntergang gewartet (ganz ist es sich aufgrund der vielen Wolken nicht ausgegangen, nicht umsonst wird Neuseeland auch "Land der langen weißen Wolke" genannt).

Mit der Kiwiplantage ist es nichts geworden - die machen ja eine Geheimaffäre daraus, verstecken die Bäumchen hinter riesen Hecken oder Bäumen mit großen Warnschildern und verlangen zu viel Geld für die Tour und ziehen es als touristische Attraktion auf. Aber da wir auf dem Weg nach Gisborne sowieso an der Plantage vorbeigekommen sind, haben wir wenigstens ein Foto von der Kiwischeibe gemacht und ich habe mir einen speziellen Löffel zum Kiwiessen gekauft, auf den ich sehr stolz bin (da nützlich, leicht zu tragen, billig - 50 cent - hat was mit Essen zu tun und ist ws das einzige materielle Andenken, das ich aus Neuseeland mitnehmen kann).

Gisborne selbst war ziemlich enttäuschend - wir wussten aber auch nicht, dass am nächsten Tag ein wichtiger Feiertag war (ANZAC-Day) und die Geschäfte etc geschlossen bleiben. So beschlossen wir, trotz nettem Hostel (aber davon gibt es wirklich viele in Neuseeland), uns am nächsten Tag bereits nach Napier aufzumachen. Davor wollte ich aber noch unbedingt - trotz Feiertag - bei der nahegelegenen Cidery vorbei schauen. Wir sind zufällig an der Gedenkfeier der im Krieg Gefallenen (= Grund für ANZAC Day, steht für Australian and New Zealand Army Corps) vorbei gekommen (Foto hab ich unauffällig aufgenommen, um euch Maori zu zeigen, mit der Bemalung am Mund - siehe Frau ganz links). Dort haben wir Gerald verloren (in seinem Fotografier"rausch") und Cati und ich haben uns alleine weiter zur Cidery aufgemacht. Dort standen wir - wie erwartet - tatsächlich vor verschlossenen Türen. Zufällig war ein Angestellter dort um etwas zu erledigen. Ha, gut, ein Mann, die Chance also groß, dass wir trotzdem hineinkommen!! Philipp (der nette Herr) hat uns tatsächlich eine persönliche, individuelle Verkostung der verschiedenen Ciderarten geboten. Nach ca 1,5 h (upps!) ist Gerald (mit seiner großen Kamera) vorbeigekommen und als Philipp diese sah, meinte er, wir müssten noch unbedingt auf den nahegelegenen Kaitimountain, um von dort eine gute Sicht auf die Stadt und das Meer zu haben (wo übrigens Captain Cook das 1. Mal das Land betrat). Wie man sieht, hat er uns da gleich hinge"tourt".


Auf dem Rückweg sind wir einer Gruppe geistig Behinderter mit ihrer Betreuerin begegnet, die uns einen ganzen Sack Feijoas (einer nationalen Frucht mit "pineapple-spearmint flavor, wie ich gegoogelt habe) geschenkt haben: PLUS den 6 Flaschen Cider und dem netten Vormittag mit Philipp hatten wir wieder einmal ein wunderschönes kostenloses Erlebnis:)

In Napier angekommen, hatten wir anfangs Schwierigkeiten eine freie Unterkunft zu finden (da verlängertes WE und 2tägiges "Gourmet Experience", eine Messe, auf der Lebensmittel aus heimischer Produktion vorgestellt werden - wir sind natürlich nicht zufällig gerade dieses WE hier:). Gehen da morgen hin, freu mich schon sehr. Um 10 Dollar bekommen wir hoffentlich gleich alle nationalen Produkte/ Gerichte auf einem einzigen Fleck dargeboten und zu verkosten.
Diese Stadt hat kulinarisch wirklich so einiges zu bieten. Was Gisborne an Cafes und Restaurants gefehlt hat, findet man hier in Hülle und Fülle. Waren heute sogar in einer deutschen Bäckerei, in einer Schafhaut- und Schokofabrik und einer Avocado-/ Mandarinenfarm.



Ws bleiben wir noch eine Nacht länger hier (wir haben hier wieder ein Cafe mit WIFI gefunden) und machen uns Montag über Hastings zum Lake Taupo auf - wo wir dann wandern gehen werden und Cati ihr Adventureexperience kriegt (sie wird ein 4er Paket buchen um ca 400 Dollar: Bungy, Skydiving, Jetboat und Heliflug)

Nachträge siehe unten

habe 16. bis 22.4. nachgetragen (siehe Einträge unter 22.4. - vor und nach BLOG in ARBEIT)