Freitag, 16. Mai 2008

kaaaalt

Am nächsten Tag handelte sich alles um Gletscher, Berge, Eis und Kälte. Waren beim "Franzl" - konnten aber aufgrund von Überschwemmungsgefahr des Creeks nicht näher ran als siehe Foto.

Da es ziemlich umständlich ist zum Mount Cook zu fahren, sind wir zum Lake Matheson, in dem sich diese Berge spiegeln sollten - tja, wenn das Wetter gepasst hätte ... aber bei Nebel und Regen sieht man ja nicht weit.

Egal, weiter ging´s zum nächsten Gletscher - dem Fox Glacier (siehe Foto), der weit beeindruckender war als Franz Josef (und wir waren näher dran).

Die Fahrt nach Wanaka war wunderschön, die 2 Seen Wanaka und Hawea boten mit den Bergen im Hintergrund ein traumhaftes Bild ... und wieder mussten wir Schafe passieren lassen (im Fahren konnte ich kein besseres Foto machen).


Am Abend in Wanaka angekommen, mussten wir gleich ins Kino, von dem uns JEDER erzählte ... ein kleines Häuschen, das für sich alleine steht, ein kleiner gemütlicher Kinosaal mit Couches, ... hatte echt Atmosphäre und in der Filmpause (schauten uns 3:10 to YUMA an, ein Western mit Russel Crowe - echt ned schlecht, aber nix für dich Joe:) gab´s frisch gebackene Cookies und hausgemachte Eiscreme zu kaufen. Yammie!! War ein echt gemütlicher Abend und trotz schlechtem Wetter ein toller Tag.

Mit Cecile ist´s wirklich lustig und Gerald und ich entschieden uns statt 1 Nacht noch eine länger in Wanaka zu bleiben. Und gut war´s ... am nächsten Tag konnten wir es gemütlich angehen - siehe Foto spätes Frühstück - und während Cecile und Gerald in der Puzzling World waren (konnte ich mir nicht leisten), machte ich´s mir mit dem Hauskater vorm Kamin gemütlich und plante die weitere Route. In der Zwischenzeit kam die Sonne raus und ich erwartete bereits die anderen beiden auf der Veranda mit Blick auf die Berge. Cecile und ich sind zum See spaziert, Gerald hat Fotos von Fußballspielern gemacht - wir haben diesen Herbsttag echt genossen.




Und Cecile hat´s bei uns anscheinend auch gefallen, weshalb sie beschloss, doch schon mit uns nach Queenstown mitzufahren. Jawohl, die 1. "größere" Stadt (ca 8500 Einwohner, haha) seit 6 Tagen!! - mir kam´s vor wie eine Ewigkeit, seit ich wieder durch eine Fußgängerzone spaziert bin etc. und so konnte ich Gerald überreden, auch hier 1 (letzte) Nacht (mit Cecile) zu bleiben. Ich verbrachte den Tag dort eigentlich nur in Cafes (ua Internet), Supermärkten und Bars und machte mal so gut wie keine Fotos.

Am nächsten Tag brachen wir nach Check-out zum Milford Sound auf (Cecile bleibt leider länger in Queenstown) - bei traumhaftem Wetter sitzten wir wieder im Auto, hatten aber eine tolle Szenerie. Wir dachten aber eine Schlechtwetterfront aufkommen zu sehen und beeilten uns daher NICHT zum letzten Boot am Milford Sound. Wir beschlossen, dort 1 Nacht zu verbringen und machten am nächsten Tag die 1. Bootstour. Leider ein schlimmer Fehler, denn das Wetter war schlecht wie nie und wir konnten fast gar nix vom "8. Welt- wunder" sehen. Sehr ärgerlich, aber wenigstens zahlten wir weniger als alle anderen: Ich hatte ja in Wellington Tim kennen gelernt, der eine Schwester hat, die in Te Anau (so sagte er mir) arbeitet - bei einer Firma, die Bootstouren zum Milford Sound anbietet. Mehr als diese Infos wusste ich nicht, Tim konnte ich auch telefonisch nicht mehr erreichen, ... aber mir war´s ja nicht zu blöd, JEDE weibliche Person in einem Infocenter bzw bei einem Cruise-anbieter zu fragen, ob sie einen Bruder namens Tim hätte ... und so habe ich tatsächlich seine Schwester gefunden, die uns 2 Bootstouren zum Preis von 1 verkaufte. Tja, echt ein Jammer, aber mehr habe ich zum Milford Sound nicht zu sagen (im Gästebuch stand noch am Vortag: atemberaubend, perfektes Wetter, das schönste, was man bisher gesehen hätte etc ...). Leider, das sind meine Fotos ...

Retour mussten wir wieder über Te Anau fahren - wir wollten irgendwo in der CATLINSgegend schlafen. THE CATLINS ist eine wunderschöne, WINDIGE Küstenroute zwischen Invercargill und Dunedin ... man soll hier Pinguine, Delphine und Seelöwen sehen ... und das haben wir tatsächlich auch. Wir hatten eine tolle Selbstversorger-Unterkunft beim Curio-Bay, dh ein GANZES, riesen Haus für uns, mit gratis Waschmöglichkeit (die "Vermieterin" hat Gerald gleich zum Bettwäschetrocknen eingeteilt) und der "Vermieter" kam morgens im Surfanzug vorbei, um das Geld einzusammeln - und diesmal zahlten wir auch - es war ja auch jeden Cent wert (25 dollar) - seht euch diesen Blick vom Wohnzimmer aus an! Ich konnte von der Couch aus den Delphinen zusehen, wie sie um die Surfer (also dem "Vermieter") rumsprangen - echt super!! Für die Pinguine musste ich natürlich schon raus, in der Kälte Wache halten um darauf zu warten, dass sie aus dem Meer kommen und zu ihren Nestern watscheln (siehe 2. Foto, mittig, müsst ihr vergrößern). Wirklich lustig. Im selben Bay gibt´s auch Überbleibsel vom 160 Millionen Jahre alten FOSSIL FOREST (siehe 1. Foto unten).


Draußen sowie drinnen (außer beim Kamin und beim Wäschetrockner) war´s extrem kalt, ich fühlte mich auch nicht 100%ig fit (Gerald war die letzten Tage schon ziemlich verkühlt) und so verbrachte ich die meiste Zeit auf der Couch und relaxte, kümmerte mich um meine Wäsche. Ich vergaß sogar zum Strand zu gehen!! Arg oder? Aber was tut man dort auch bei dieser Kälte?


Diese Tage dort waren sooo erholsam für uns, wir haben das echt gebraucht, war ein richtiger, fauler Urlaub vom Projekt Weltreise und am nächsten Tag war ich wieder fit für die weiteren sehenswerten Punkte entlang den CATLINS:
McLean Falls


Lake Wilkie

Purakaunui Falls

und Surat Bay (auf der Straße dorthin kam uns ein junger Mann mit großem Rucksack entgegen, den wir später besser kennen lernen sollten ...)

Am Nugget Point und der Roaring Bay, dem Ende der CATLINS, gab´s wieder Seelöwen und Pinguine(2. Foto, müsst ihr vergrößern ... in der Bildmitte am Sand vorm Fels sind 2) zu sehen.

Dort trafen wir wieder auf den Mann mit Rucksack, James aus England, den wir nach Dunedin mitnahmen. Und Cati, rate mal WER James ist?? Kannst du dich auf Mana in Fiji noch an die Bemalungen am Diveshop bei unserem Hostel erinnern (Nemo usw)? Das war James, er hat das gemalt. Witzig, diese Zufälle, oder?

Gerald und ich sind in einem tollen Hostel in den Hügeln von Dunedin untergekommen (habe einen super Preis für ein 2 Bettzimmer ausgehandelt inkl 5 Dollar-WIFI für den gesamten Aufenthalt, mit tollem Blick über Stadt und Meer) und James bei Couchsurfern. Das ist jetzt unsere 2. Nacht hier, eingeplant waren 3, aber ws hängen wir noch eine an. Dunedin ist mit 110.800 Einwohnern bis jetzt die größte Stadt, in der wir auf der S-Insel waren. Wieso ich immer wieder auf die Städte anspreche ... ihr müsst euch das so vorstellen ... wir sind oft tagelang unterwegs und die größte Ansammlung von Menschen besteht aus ein paar Hundert Leuten. Te Anau hat 1785, Wanaka 3500 Einwohner, Milford Sound nur 170!! Und dazwischen hunderte Km gar nix außer ein paar Schaffarmen und Schafen, Schafen, Kühen, Lamas, und zur Abwechslung, Schafen.

Heute habe ich mit Gerald ein bißchen die Stadt besichtigt (ua die Railway Station - das meist fotografierte Gebäude hier) und mit James war ich in der Cadbury-Factory (für einen Engländer, der noch nie in einer Schokofabrik war, sicherlich interessanter als für mich - war das Geld nicht wert und ich bin nun endgültig weg von diesem süßen, billigen Klumpert - bitte Sindy, wenn es irgendwie geht, nimm ma gute dunkle Schoki aus Österreich mit nach Australien, ich komm sie mir von Jürgen abholen!). Danach bin ich alleine zum Campus der Otago-University weiter, der einzigen Möglichkeit in Neuseeland NUTRITION zu studieren. Mah, Uni, da bin ich gleich wieder voll aufgegangen und ein Professor (anscheinend) hat mich gefragt, ob ich schon aufs WE vorbereitet bin, haha! Leider habe ich alle Kontakte, die ich mir vor bereits fast 2 Jahren von Herrn Prof. König geholt habe in Österreich liegen gelassen (sicher verständlich, dass man nicht an alles denken kann, wenn man auf eine Reise auf ein paar verschiedene Kontinente über so eine "lange" Zeit geht). Vielleicht hätte sich da ja was ergeben können??? Aber andererseits glaube ich nicht, dass ich viel länger als ev noch 1 Monat in Neuseeland verbringen möchte ... wir haben zwar momentan wieder tolles Wetter, aber zum Wandern wird es jetzt wirklich zu kalt und sonst gibt es hier in Neuseeland nicht viel zu tun, NACHDEM ich dann ja schon alles andere gesehen habe. Ja, schifahren ginge jetzt bald, haha.

Am Campus habe ich ein paar Leute kennen gelernt und stehe eigentlich auf der Doorlist im Unilokal, wo heute elektronische Musik aufgelegt wird ... mit einem dt Mädl hätt´ ich mich dort unverbindlich verabredet, ABER ... Gerald und ich waren in einem Lokal bei live-Jazzmusik und der Blog schreibt sich ja auch nicht von selbst (muss das Internet hier ausnützen), außerdem will ich morgen früh fit sein für den Farmers Market und weitere Sights, Museen etc. Übermorgen werden wir uns die Otago-Peninsula mit weiterem Wildlife ansehen und dann gehts auch schon bald auf zur Endstation (für Gerald): nach Christchurch. Er fliegt ja am 22. ab und ich kann hoffentlich bei einem meiner Kontakte unterkommen. Dann sehe ich weiter ... was sich so ergibt.

Donnerstag, 8. Mai 2008

S-Insel, ein anderes Land ...

Der Wettergott hatte Erbarmen mit uns (va mit mir, da mir ja eh so schnell schlecht wird aufm Wasser) und die nächsten 2 Tage herrschte traumhaftes Herbstwetter. Die Überfahrt zur S-Insel war toll (die Landschaft atemberaubend, ich aber schon ähnliches gesehen in Canada) und somit hatte bereits die S-Insel, von der ALLE so schwärmen, meine größte Sympathie.


Mit Verspätung in Picton (siehe Foto oben im Hintergrund) angekommen, hat uns Cecile wie vereinbart abgeholt, wir haben ein neues Auto bekommen (Nissan statt Toyota), und sind gleich Richtung Tasman/ Golden Bay aufgebrochen. Die Fahrt entlang der Küste - ich durfte endlich wieder ans Steuer - war bei diesem Wetter natürlich super. Wir legten ein paar Fotostopps ein, ua beim Kaiteriteri-beach, rechtzeitig zum Sonnenuntergang ...

Der Tag war lang und schön, in Takaka angekommen mussten wir in einem kalten, ungemütlichen Hostel unterkommen. Eigenartig war, dass uns nicht die Rezeptionistin begrüßte, sondern ein Telefon mit der Nummer, wo wir die zuständige Dame erreichen können. Und wo konnten wir sie erreichen? Im Pub. So quartierte uns eine angeheiterte Frau über die Leitung ein (ohne Rechnung, ohne Zimmerschlüssel, ohne Nachnamen, nur mit Hinweisen, wem wir das Geld zahlen könnten) ... tja, am nächsten Morgen konnten wir sie immer noch nicht auffinden, keinen Zuständigen finden, der das Geld wollte, so sind wir, unchristlich wie wir sind, ohne zu zahlen aufgebrochen. Hui, hatte ich nach ein paar Stunden ein schlechtes Gewissen und mir schon die schlimmsten Sachen zusammengereimt (sie weiss, dass ich BBH-Member bin, meinen Vornamen und meine Nationalität und dass wir zu 3. unterwegs sind ... und die Reiseziele sind hier in Neuseeland ja auch klar) ... aber bis dato ist uns noch nix passiert!

So schlimm kanns nicht gewesen sein, denn wir wurden nach dieser kalten, ungemütlichen Nacht mit tollem Wetter belohnt und ich hatte einen der schönsten Tage in Neuseeland überhaupt. Wir waren relativ zeitig am Morgen am Golden Bay.


Auf dem Weg dorthin habe ich ein Hinweisschild auf "Springs" gesehen und Cecile hatte bereits im Lonely Planet gelesen, dass das die "Pupu"-Springs sind, die größten australasiatischen Süßwasserquellen!! Wunderschön ...


es gab dort auch ein Periskop um das Wasser und seine Klarheit genauer zu sehen (und uns!!).


Bei den Springs trafen wir auf ältere Herrschaften aus unserem Hostel (buh, da hatten wir schon Angst, dass die von unserer "gratis"-Nächtigung wussten). Aber sie haben uns mit einem breiten Grinser im Gesicht (weil sie so gute Erlebnisse hatten) auf eine naheliegende Lachsfarm aufmerksam gemacht. Wir schmissen alle unsere Pläne (zwischen 2 Bays zu wandern) über Bord und haben uns auf zum Lachs angeln gemacht. Hier eine Fotoserie, die für sich selbst spricht.


Ich habe 4 der 5 Lachse gefangen (es waren meine 1. Angelversuche) ... aber ohne Brudi ging´s doch nicht ganz ...

Pro kg mussten wir 18 Dollar zahlen und für 12,50 Dollar haben sie sie gleich dort für uns gesäubert und geräuchert (mit über 8 verschiedenen Seasonings zur Auswahl). Hmmm war das ein tolles selbstgefangenes, selbstgetötetes (ja, wirklich unchristlich) Lunch (siehe vorher - nachher Foto).

Trotz allem schafften wir unser Etappenziel Punakaiki, wo es die Pancake-Rocks gibt, auf die uns Cecile aufmerksam gemacht hat. Am Ende dieses tollen Tages wurden wir in ein wunderschönes 3Bettzimmer einquartiert, in einer Art Hütte mit Kamin mitten im Regenwald mit 8minütigem Zugang zum Strand (siehe Fotos am nächsten Tag), mit frisch gemachten Muffins und selbstgebackenem Brot zum Kaufen.



Pancake Rocks und Blow Holes

Das alles schreibe ich euch vom oberen Bett des Stockbettes (Gerald unten, Cecile daneben) aus unserem 3Bettzimmer im BBH-Hostel im kleinen Örtchen namens FRANZ JOSEF, ja, tatsächlich benannt nach unserem Kaiser, wo wir uns heute endlich Glowworms ansahen und morgen hoffentlich, wenn es endlich aufhört zu Schütten, einen Marsch zum Gletscher (namens Franz Josef) - bis zu Beginn des Eises - antreten können.

Die S-Insel ist wirklich ganz anders als die nördliche, die Landschaft europäischer, ja fast wie in Tirol, aber noch schöner und doch exotischer, kein Vergleich zu den letzten Wochen hier in Neuseeland. Sind wir immer noch im selben Land??

Dienstag, 6. Mai 2008

Nachtrag: N-Insel

Cati konnte am nächsten Tag 2 ihrer 3 fehlenden Adventures in Taupo nachholen (Jetboat zu den Hukafalls und den Heliflug). Für den Skydive war sie schon in voller Montur, konnte aber aufgrund des schlechten Wetters nicht aufsteigen. Währenddessen sind Gerald und ich auf den nahegelegenen Mount Tauhara (1088 m) gegangen (2,5h hin und retour) - Foto: Blick auf Lake Taupo (ein Vulkankrater, der sich ca. vor 260.000 mit Wasser gefüllt hat)


Cati haben wir am Nachmittag mit Cecile, einer Schweizerin, die wir am Gipfel des Berges kennen gelernt haben, in einem Cafe getroffen. Gerald durfte an diesem Tag das 1. Mal Autofahren und hat glatt das Licht angelassen, so dass wir noch später als geplant nach New Plymouth aufbrechen konnten (nachdem uns die Polizistin Starthilfe leistete). Bis zum Endziel hatten wir es nicht geschafft, ua aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse (sogenannte Promillestraßen, wie wir Schotterstraßen in Österreich nennen, wären auf unseren Straßenkarten gar nicht eingezeichnet). Aber auch das hatte seinen Sinn:

1. hatten wir einen der schönsten Sonnenuntergänge bisher

2. hat uns die Inhaberin eines Motels 20 km vor New Plymouth, zu so später Stunde ein Zimmer, ja eigentlich eine Wohnung, um 70 Dollar statt um 150 gegeben!

In New Plymouth hatten wir wieder schlechtes Wetter - so haben wir uns ein asiatisch-europäisches all-you-can-eat-Buffet genehmigt, sind ans Meer spaziert, waren im Museum (mit Blick aufs Hostel, siehe Foto) und in der Library beim Internet.


Am nächsten Tag haben wir dem Regen getrotzt und sind bei eisiger Kälte einen ca 1,5 stündigen Loop am Mount Egmont gegangen (den wir anfangs mit dem Schicksalsberg von "Herr der Ringe" verwechselt haben (Foto: Schnee!!) - es stellte sich heraus, dass "Last Samurai" dort gedreht wurde).

Aufgrund des schlechten Wetters mussten wir unsere Pläne ändern und sind bereits am 2. Mai, statt wie geplant am 4. oder 5. in Wellington, Cati´s "Endstation" mit uns, angekommen (die Fähre zur S-Insel konnten wir kostenlos vom 8. auf den 6. umbuchen). Nach anstrengender Hostel- und gratis-Parkplatz-Suche (wir brauchten das Auto zwar nicht mehr, hatten es aber schon bis 5. bezahlt) gingen wir trotz strömenden Regens und Kälte/ Wind noch auf Essenssuche für Gerald. So hatte Wellington nicht gerade den besten 1. Eindruck auf mich. Ich bin ws eine der wenigen Personen, der Auckland besser gefällt als die Hauptstadt, ua weil Auckland größer ist und weil es dort direkt am Wasser Lokale gibt. Doch Wellington hatte eine nette Fußgängerzone, durch die wir mehrmals (Maroni-essend) bummelten und ein tolles Nachtleben. Wir wechselten das Hostel nach 1 Nacht zu unserem Wunschhostel (dem YHA) und sind dort zufällig beim Einchecken wieder auf Cecile, die Schweizerin vom Berg in Taupo, getroffen. Gerald, jaja, er hat schon sparen gelernt mit mir, hat genau da Kärtchen mit Essen zum halben Preis in einem nahegelegenen Hotel gefunden, wo wir uns 2mal ein spätes Frühstück gönnten. Am Samstag gingen Cati und ich mit Cecile aus, bis 4 Uhr morgens, und Gerald war alleine bis 1 Uhr auf Jagd nach nem guten Foto. Ich war auch auf "Jagd", nein, ihr kennt mich, nicht auf Männerjagd, aber trotzdem hab ich Tim kennen gelernt, der eigentlich von Christchurch ist, in Wellington für Peter Jackson arbeitet, und eine Schwester in Te Anau hat. Te Anau ist die Ausgangsstation für die Fahrt zum Milford Sound ("dem 8. Weltwunder"). Seine Schwester arbeitet zufällig für eine dieser Firmen, die Bootsfahrten anbietet ... so kommen wir hoffentlich zu einer gratis-Tour!!! Naja, zumindest ich, denn ICH muss ja dann mit Tim in Christchurch dafür ausgehen, haha.

Am nächsten Tag war wieder Museum angesagt und wow, das Te Papa Museum of New Zealand war eines der größten und beeindruckendsten Museen bisher (wieder gratis)! Schade, dass ich bereits nach 2h soo müde war und für den Rest der Ausstellungen nicht mehr so aufnahmefähig war ... es war komisch, dass wir alle 4 (mit Cecile) im gleichen Museum waren, zur gleichen Zeit, und jeder andere Dinge gesehen hat (wie jeder seine unterschiedlichen Schwerpunkte/ Interessen hat ...). Ich hatte mehr Wert auf die Tiere und die Fossilien/ Knochen gelegt und auf die Filme mit den Lieblingsorten ausgewählter Menschen in Neuseeland. Ich bin so froh, diesen Film gesehen zu haben, seit dem weiß ich wirklich, was an Neuseeland so schön ist und kann es mehr genießen, schätze es mehr und weiß wieder, wieso ich hier bin. Toll! Museen haben mir früher nicht viel gegeben, jetzt ist das ganz anders.

Cecile ist am nächsten Tag bereits nach Picton aufgebrochen, (wir haben uns ausgemacht, dass sie uns am nächsten Tag von der Fähre dort abholt und Gerald und ich sie mit dem Auto so lange mitnehmen, wie sie möchte), Cati war morgens im Internetcafe und Gerald und ich haben das Mietauto zurückgebracht (mit fehlender Radkappe und hängendem Auspuff - alles kein Problem, denn wir hatten die Radkappe ja im Auto dabei:). Wir haben die falsche Ausfahrt genommen und sind auf dem Highway gelandet, den wir ca 10 km entlang fahren mussten (eine Strecke) ... da wurde uns so richtig bewusst, wie sehr wir die Cati brauchen (als unser Cat-Cat! - sie war auch unser Radio, sang die ganze Zeit Lieder für uns, weil das Autoradio nicht funktionierte, auch nicht KASETTEN, die wir in Antiquitätenläden suchen mussten). Als Abschiedsessen von Cati sind wir zum Inder gegangen und danach mit dem Cable Car (ich wollte mir eine Studentenkarte kaufen, aber der Verkäufer meinte, ich sehe zu jung aus für einen Studenten - gut, dann nahm ich halt die Kinderkarte) zum botanischen Garten gefahren.

Man kann nicht mehr verdrängen, dass bereits Herbst ist.


Ich habe die letzten Stunden mit Cati sehr genossen. Beim Zurückspazieren zum Hostel haben wir einen Asiaten gefunden, der bereits sein Geschäft schloss und die Sushi etc zu einem Spottpreis loswerden wollte, kauften Wein ein und haben uns einen schönen letzten Abend gemacht (ich muss gestehen, wir konnten zu 3. nicht mal 1 Flasche Wein leeren, hihi).

Die Cati hat sich bereits am 6. Mai von uns getrennt, da wir in Napier auf der Gourmet Experience von einer Frau, die im Bereich Ernährung/ Tourismus arbeitet, nach Auckland in ihr Haus eingeladen wurden. Sie hatte wirklich Glück (immer alles in Verbindung mit mir natürlich), denn auf Fiji haben wir auch von einem Bus erfahren (dem Naked-Bus), mit dem man bei rechtzeitiger Buchung um 1 Dollar!!!!! beliebige Strecken fahren kann (wie Wellington - Auckland, das sind über 500 km!!). Unglaublich oder!? Und die Cati konnte das und das Angebot der Frau nützen, echt toll. Und Gerald und ich sind zur selben Zeit zur Fähre nach Picton, dem Tor zur S-Insel, aufgebrochen.

Dienstag, 29. April 2008

ins Wasser gefallen

Heute wollte die Cati ihr 4faches Adventure durchziehen, aber aufgrund des starken Regens konnte sie leider nur Bungy-springen (was ihr aber, glaub ich, am wichtigsten war). Hat echt nach Spaß ausgesehen, leider war es viel zu schnell vorbei. Sie war in der Früh schon sehr sehr nervös, dort hat sie sich aber dann beim 2.!! Startzeichen mutig, aber schreiend, in die Tiefe gestürzt. Morgen sehen wir weiter, vielleicht kann sie den Rest machen, sonst bekommt sie das Geld zurück für alles, was nicht möglich ist. Wie es dann weiter geht, wissen wir noch nicht genau. Hier bleiben (in Taupo), da größere Stadt und auf schöneres Wetter hoffen, um dann zum kleinen Dort namens NATIONALPARK weiterzufahren, damit wir dort das eigentliche Highlight, das Tongoria Crossing, machen können ... oder sich gegen den Wettergott geschlagen geben und jegliche Wanderaktionen absagen und einfach so rumfahren ... keine Ahnung. Ziemlich deprimierend alles, weil es ja sonst nicht mehr viel zu tun gibt hier. Würden einfach so aus Langeweile auch zur Stadt mit dem längsten Namen in Neuseeland fahren ...


Waren Sonntag auf dieser "Gourmet Experience"-Messe. Fotos gibt es aus meiner Kamera davon nicht, da ich zu sehr mit Essen beschäftigt war:)

Dafür kann ich euch von meinem schönsten Morgen bisher berichten ... und dass alles so kommt, wie es kommen soll:

Ich hatte am Montag vor, gleich in der Früh (vor Aufbruch) ins Cafe zu gehen, um dort meinen blog endgültig auf den letzten Stand zu bringen. Dann entschloss ich, lieber nicht um halb 7 aufstehen und das gesamte Dorm (noch weitere 6 Mädls) aufwecken ... Cati hatte aber den Wecker nicht mehr abgestellt und zufällig/ ausnahmsweise waren 4 der 6 Mädls bereits um 6 Uhr auf um zusammen zu packen. Da ich dann eh nicht mehr schlafen konnte, bin ich doch noch spontan mit meinem Laptop ins Cafe spaziert. So früh war ich noch nie auf, seit ich Österreich verlassen habe (außer, wenn ich zu einem Flieger musste) und ich war total überrascht, dass ich die Sonne noch aufgehen sah - überm Meer. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe dort eine halbe Stunde verbracht, alleine, an diesem vielleicht letzten sonnigen Tag. Es war wunderschön!!




Danach ging´s auf zu einer Honigproduktionsfirma - was für mich deshalb so interessant war, da meine neue Freundin Marina, aus San Francisco bzw. San Diego (meine damalige Mitfahrgelegenheit mit dem kiffenden Freund) selbst Bienen züchtete und mir einiges darüber erzählt hatte. Seht die Bienenkönigin! Und die verschwommene Biene in der Mitte, auf dem 2. Foto, ist eine Biene, die gerade eine gute Pollenquelle gefunden hat und es durch einen Tanz den anderen mitteilt (das haben wir zuvor in einem Video gelernt):) Und Cati voll in ihrem Element (wer es nicht weiss, sie arbeitet in einem Labor).



Weiter ging´s in eine Käserei, Käseverkostung, und wir sind an einem weiteren tollen Aussichtspunkt vorbei gekommen. Danach schnell in ein uns empfohlenes Eisgeschäft (Rush Monroes) in Hastings zur Stärkung der Fahererin und des Beifahrers (ich kann´s mir ja geld- und figurmäßig nicht leisten) und dann ab Richtung Taupo, wo wir jetzt eben ohne Beschäftigung festsitzen. Nochmal Beehives etc ... wird auch schon fad. Wir wissen ja schon alles, haha.

Vielleicht schauen wir morgen, zwecks Bewegung, in ein Schwimmbad und ins Fitnesscenter, was mir sehr zusagen würde.

Ich halte euch auf dem Laufenden.