Freitag, 20. Juni 2008

die letzte Woche

In der letzten Woche hier hat sich nicht sonderlich viel getan. Ich habe mich schoen langsam von Christchurch und meinen Bekannten (deutsche Bar etc) verabschiedet, bin durch mein Lieblingsviertel gegangen und hab Fotos gemacht, die Stadtatmosphaere genossen, war viel laufen, mit Anna, Benjy (ihr Hund) - siehe Foto (zeigen wir nicht alle schoen unsere Zaehnchen?) - und einer Freundin am Pier in New Brighton (ein Stadtteil von Chch). So sieht der Winter hier aus, traumhaft oder? Waren 1h im Bush spazieren (siehe unten)! Nachts braucht man die Winterjacke und ich schlafe mit 4 Decken und friere immer noch (es gibt hier ja keine Zentralheizungen).



Habe viele Stunden in der Bibliothek verbracht und weiss jetzt ALLES ueber Sydney und Alice Springs.

Mittwoch/ Donnerstag habe ich James, unseren Hitchhiker, den Gerald und ich im Mai kennen gelernt hatten, getroffen. Er reist bereits ueber 1 Jahr und lebt von ca der Haelfte von dem, was ich pro Tag zur Verfuegung habe. Als wir gemeinsam Essen gingen (Lunchspecial um 4,50, ich war sogar mit Suppe um 3,50 noch guenstiger, haha), setzt sich James zu mir an den kahlen Tisch im asiatischen Selbstbedienungsresti und meint: "ah, it sucks to be poor". Ich konnte gar nimma aufhoeren zu lachen. Hatten tolle Gespraeche und er hat mir eine Dokumentation mit dem Titel "THE SECRET" gezeigt. Als ich fragte, um was es geht, sagt er: "es handelt davon, dass man genau weiss, WAS man (erreichen) will und man diese Wuensche/ Gedanken (ins Universum) ausspricht, man das WIE aber nicht hinterfragt und weiss, und es dem Universum ueberlaesst". Und ich antworte noch: "Ach, genau so lebe ich!" Wie recht ich damit hatte, wusste ich in dem Moment noch nicht und der Film war ein einschneidendes Erlebnis fuer mich, ja fast ein Schock. Es geht um meine Mama und wie sie mich erzogen hat ...

Ich moechte euch darueber mehr erzaehlen ...

Donnerstag, 12. Juni 2008

eintraege

2 neue Eintraege (12. und 5.6.) und Fotos zum 31. Mai

von Picton nach Christchurch? denkste!

Haben die ca 1,5stuendige Fahrt von Nelson nach Picton etwas ausgedehnt und sind eine kleine Strasse den Fiorden und Sounds entlang gefahren (waren zu faul fuer den Queen Charlotte Track - einer "Ausweichmoeglichkeit" des "ueberlaufenen" Abel Tasman National Parks).

Gerald und Cati, schaut mal, was ich da entdeckt habe! Dieser Briefkasten hat doch eindeutig unseren Wettbewerb gewonnen oder?
In Picton haben wir uns fuer die 1. Nacht im Schwesternhostel des Hostels in Nelson einquartiert, abgegessen von Chocolatepudding sind wir dann in ein Hostel mit gratis Applecrumble und Icecream uebersiedelt:). Habe mich dort im Garten in der Sonne ausgerastet und bin dann mit dem Mountainbike den nahegelegenen Huegel mit zahlreichen Tracks und tollem Ausblick auf die Marlborough Sounds rauf (durch die ich damals mit Gerald mit der Faehre von Wellington nach Picton/ Nord- auf Suedinsel gefahren bin). Meine Hoffnungen auf Mitfahrgelegenheit nach Christchurch schon aufgegeben, begegne ich bei meinem Spaziergang einem alten Mann mit 2 Hunden. Wir kommen ins Gespraech - Mike mit Ursprung in Englaend, lebt eigentlich im suedlichen Canterbury (aaaaaha!) und ist nur hier in Picton (bis morgen!), weil eine Freundin der Familie an Krebs leidet und seine Frau diese pflegt. Genau in diesem Moment bekommt er per sms die Nachricht, dass sie verstorben ist und so kommt es, dass ich mitten auf einem Berg in Neuseeland einen 71jaehrigen Mann troeste! Das Ergebnis: wir verabreden uns fuer den naechsten Tag, 8 Uhr morgens, und er nimmt mich mit nach Christchurch! Juhu!

Die Fahrt war ja wieder super!! Hatte ganz vergessen, dass ich dadurch jetzt die Moeglichkeit hatte, nachzuholen, was ich letztens versaeumt hatte, naemlich Fotos von der schoenen Umgebung zu machen (aus dem Auto). Nur, dass sich diesmal ein ganz anderes Bild bot. Die Berge um Kaikoura liessen schon erahnen, dass mehr DAVON da war als ca 1 Woche davor: SCHNEE!!!

Waehrend der Fahrt schlug Mike vor, dass ich doch gleich bis Waimate (ca 3h weiter suedlilch von Christchurch) mitfahren und bei ihm bleiben koennte. Naja, wieso nicht? Er bot mir an, mich am naechsten Tag zu Mount Cook und Lake Tekapo zu fahren, 2 der paar Destinationen, die ich mir mit Gerald nicht anschauen konnte. Mt Cook Village war eher enttaeuschend (aber hab meinen "Mann" dort gefunden, siehe 2. Foto:), die 4stuendige Fahrt (und die 50 Dollar fuers Tanken - Gerald und Cati: Benzin kostet momentan 216,9!!) war's aufgrund der Landschaft aber auf alle Faelle wert.


die kleinsten Aepfel, die ich je gesehen und gegessen habe. lecker!


Am naechsten Tag nach meinem Lauf ums kleine Oertchen Waimate (ca 3000 Einwohner) zeigte mir Mike die naehere Umgebung. Wir gingen mit den Hunden in den Bush (unglaublich, wie fit Mike ist, wenn ich ihn mit meinen Omas vergleiche ....) und fuhren danach rauf zum Whitehorse Memorial (man kann das weisse Pferd vom Tal aus sehen) mit Blick auf die Stadt - sieht doch aus wie in Oesterreich oder? Nur mit Meer im Hintergrund.

und das ist Mike ........................... oh, nein! DAS ist Mike


Verbrachte in Waimate jeden Abend, nachdem Mike extrem lecker und gesund fuer mich kochte, bei Mike's Tochter und ihrer Familie (die extrem ungesund kochten), konnte das Internet nutzen, ein wenig quatschen und die Kinder (13 und 17) haben meinen MP3-Player mit neuer Musik geladen, inklusive meinem Lieblings-Kiwi-Song:)

Nach langem Hin und Her, wie ich nun wieder zurueck nach Christchurch kommen sollte (ICH war fuer stoppen, Mike's Familie fuer den Bus), entschloss Mike, seine andere Tochter in Christchurch zu besuchen - mich also hinzufahren:) Zur selben Zeit kamen die 2 englischen Burschen, die ich im Mai in Oamaru kennen gelernt hatte, nach Christchurch und wir gingen abends gemeinsam zu Tina's Geburtstagsfeier, eine Deutsche, die mir Michael auf der Uni vorgestellt hatte. Foto: am naechsten Tag beim Fruehstueck, bevor Jimmy (mitte) und Richard den Flieger nach Auckland nahmen.

Die Rueckkehr von meinem verlaengerten Roadtrip zurueck nach Christchurch war wirklich eine Heimkehr. Anna hat mich mit Wein und einem tollen Dinner empfangen, mir nochmals bestaetigt - aufgrund meines schlechten Gewissens, dass ich so lang bei ihnen bleibe - dass ich herzlichst willkommen bin ... und genau so fuehle ich mich auch. Was mich ja auch ziemlich gluecklich stimmt, waere da nicht die Tatsache, dass ich meine Reise fortsetzen muss und bald nach Australien fliege ...

Ich will nicht weg!!!!!!!!!!! Was es leichter macht: Michael fliegt noch vor mir, am 16. Juni (wie der Grazer Andi) fuer ein paar Wochen nach New York und Europa (Cati, er hat gerade beschlossen, nicht nach Oesterreich zu kommen:().

Donnerstag, 5. Juni 2008

nachholen, was vorher aus Zeitgruenden nicht moeglich

In Kaikoura angekommen, habe ich, noch muede vom Fortgehen, den restlichen Tag im (mir viel zu grossen) Hostel verbracht und es genossen, mich um Weiterfahrmoeglichkeit, Bekannte usw zu kuemmern. Habe bis in die Nacht hinein mit einem dt Paerchen und meinem Zimmergenossen, Anthony aus England, geredet. Statt meinen geposteten Wunschzielen (Christchurch, Hanmer Springs, Lake Tekapo, Mount Cook) bot er mir an, mich nach Nelson mitzunehmen (hatte ich mir ja sogar auch ueberlegt, denn ich konnte damals mit Gerald und Cecile den Abel Tasman Nationalpark nicht machen).

Kalender fuer die naechsten Tage wieder voll (und ich dadurch wie immer um einiges gluecklicher), wechselte ich (und Anthony mit mir) tags darauf das Hostel in ein kleineres, mit gratis Internet, wo ich eure unterstuetzenden Worte in den Kommentaren, emails und studivzinbox las. Hatte dann auch genug Zeit um darueber nachzudenken ... der Grund, wieso ich nach Kaikoura wollte, war der von Marcel, einem dt Jungen, den ich auf der N-Insel kennen gelernt hatte, empfohlene ca 3stuendige Track, vorbei an einer Sealkolonie, zu sehen vom Parkplatz aus (siehe Fotos).





Anthony hatte an diesem Tag seinen 27. Geburtstag und so kam es, dass ich selbst in einem kleinen Oertchen wie Kaikoura bis spaet in die Nacht fortging (ohne einen cent auszugeben - mich redete der Gewinner des dort stattgefundenen Surfwettkampfes an, er hatte eine riesen Geldsumme eingesackt, und so wurde ich auf alles eingeladen:).

Es bot sich dann auch noch an, dass ich doch schon zurueck nach Christchurch mit jemanden mitfahren konnte ... was sollte ich tun? Den sicheren Weg zurueck oder doch noch ein paar Hundert km weiter weg von Christchurch ... bereits nach ein paar km habe ich nicht bereut, dass ich mit Anthony Richtung Nelson unterwegs war. Die Fahrt/ die Szenerie, die sich uns bot, war eine der schoensten bisher. Leider war ich anscheinend noch so muede bzw so beeindruckt, dass es keine Fotos gibt, bis auf das eine: ein wunderschoenes Herbstbild, mit vielen verfaerbten Weinstauden etc.

Auch in Nelson alles herbstlich, die Sonne steht tief, die Farben sehr intensiv ... wunderschoen, oder? So koennte ich ewig im Herbst in Neuseeland haengen bleiben. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in Oesterreich so viele traumhafte Herbsttage hintereinander haben (und das waere dann ja bei uns praktisch im Dezember, niemals!)



Von hier aus buchten wir das Wassertaxi zum Abel Tasman Park um je 25 Dollar fuer den naechsten Tag. Anthony und ich sind zu den Nelson Lakes aufgebrochen, wo wir beim Lake Rotoiti schoenes Wetter hatten und ca 1,5 h herumgewandert sind, was beim Lake Rotoroa leider aufgrund von Regen nicht moeglich war (Bilder zum Vergleich wie unterschiedlich hier das Wetter innerhalb von weniger als 40 Minuten Fahrt ist).




Aber Hauptsache fuer den Abel Tasman NP hatten wir wieder ein Traumwetter. Das Wassertaxi hat uns in ca 1 h zum Torrent Bay gebracht (fuehlte mich wie ausgesetzt auf einer verlassenen Insel), von wo aus wir (Anthony, Zoe = unsere Zimmergenossin aus England und ich) fast 5 h zum Auto (in Marahau) zurueck gewandert sind. Einfach super!!







Anthony ist heute wieder rauf und macht eine Kajaktour und ich verbringe einen schoenen Tag in Nelson - mir gefaellt dieses Staedtchen. War morgens fast 1h in den Huegeln rauf und runter laufen, danach gab's gratis Fruehstueck im Hostel, habe gelesen, bin durch die Stadt geschlendert und jetzt in der Bibliothek und schreibe euch.

Morgen fahr ich ws mit Anthony nach Picton, von wo aus er die Faehre zur Nordinsel nimmt (ich bereue jetzt echt, dass ich nicht von Auckland weiterfliege, dann koennte ich alles nachholen, was ich mit Gerald und Cati aufgrund von Zeitmangel bzw va Wetter nicht machen konnte ... aber wie soll man das vorher wissen?). Ich hoffe, dass ich von dort eine Rueckreisemoeglichkeit nach Christchurch finde, die Chancen sind dort auf jeden Fall groesser als von hier (ich bin dann "nur" mehr ca 450 km von Chch entfernt - im schlimmsten Fall gibt's einen Bus).

Mittwoch, 4. Juni 2008

Nachtrag: Mai

habe 26. - 31. Mai nachgetragen.

Fotos und Rest folgen bald.

verstanden werden ...

"Es ist nicht wichtig wie oft wir uns sehen, dass wir dieselben Interesse haben, oder in irgendeiner Weise ähnlichen Dingen nachgehen (außer unserer Leidenschaft für Schoki!!! hihi) es ist nur wichtig dass wir einander haben. Ganz gleich auf welchem Kontintent wir uns aufhalten. Wir sind wie zwei Planeten, ich bin die Konstante, und du die, die drumherum reist, aber wir gehören zusammen!!" [Patricia, 2008]

Happy Birthday Patricia!! Ihr fehlt mir (Foto aufgenommen kurz vor meiner Abreise)!

Danke ...

... auch an all die anderen, dir mir ähnlich liebenswerte emails schreiben. Es ist unglaublich, was ich für tolle mails, Geschenke (va zu meiner Abschiedsfeier, ...) bekommen habe und ich denke noch immer sehr oft daran, werde es nie vergessen und wahrscheinlich auch nie zurück geben können.

Ihr seid super! Va die vielen aufmunternden, bestaetigenden Worte. DANKE!!!

Jetzt gehts mir wieder super! Bin aber auch wieder "on the road" - war in Kaikoura und jetzt bin ich in Nelson (mit einem Englaender unterwegs). Fotos und Berichte folgen. In ca 1h gibt's hier im Hostel hot chocolate pudding with ice cream. Mmmmmh. Ich lass es mir gut gehen!

Samstag, 31. Mai 2008

tags und nachts in Christchurch (mit Fotos)

Da ich quasi sesshaft war und wieder mehr Zeit fuer mich selber hatte, konnte ich wieder mehr mir glueckshormone-verschaffenden Sport treiben. Mich wundert, dass ich echt immer noch in so guter Kondition bin. Das netballspielen mit Anna und ihren Freundinnen war lustig, aber leider viel zu kurz. Haben in der Nacht und Kaelte im Freien gespielt (bin gesundheitlich sehr stabil - seit Ende Februar keine Halsschmerzen mehr, obwohl ja wieder Winter:). Und mit Michael war ich tatsaechlich beim Boxtraining. Das hat mir irrsinnigen Spass bereitet, ich war gut und fuehlte mich wie das "Million-Dollar-Baby". Dem will ich sicher spaeter auch mal nachgehen. Haett ja so gern ein Foto von mir gemacht, mit den einbandagierten Haenden und den riesen Handschuhen, war mir aber dann doch zu peinlich mitten im Studio die Kamera auszupacken. Muss ja nicht jeder wissen, dass ich ein touri bin. Bei der darauffolgenden kleinen Wanderung in Lyttelton konnte ich aber wieder ...

Dazwischen habe ich viele Stunden (bei Michael, siehe Foto oben) auf der Uni verbracht (Internet) und auch dort Kontakte geknuepft.

Fortgegangen bin ich extrem viel, Cecile war ja in der Stadt! 3 Naechte hintereinander, und jede Nacht war's lustiger und wurde es laenger. Die Clubs und Bars sind super, tolle Live-Musik, aber leider schmeissens dich bei den meisten um 2 Uhr raus (und das freitags!) und du kommst danach nur noch in einige rein, was bedeutet, dass sich in den Lokalen, die laenger geoeffnet haben, alles sammelt - die meisten sind dann sturz betrunken und ihr koennt euch eh vorstellen, wie's mich angegangen sind. Cecile taugts ned recht, dass i nix mit ihr mittrink (hatten ja Gott sei Dank eh immer noch andere Freundinnen dabei) - aufgrund von Geldmangel (und ausserdem koennte und wollte ich bei 10 Bier!! eh ned mithalten) - und es war merklich, dass sie dadurch keinen Spass mit mir haben wird bei weiterer gemeinsamer Reise. Haben die Zeit in Christchurch miteinander sehr genossen (an unserem letzten Tag, den Freitag, waren wir von 14 bis 4 Uhr frueh miteinander in Cafes und Bars unterwegs - mit Aine, einer 23jaehrigen irischen Lehrerin). Danach trennten sich unsere Wege. Ich hatte durch Michael am Samstag eine gratis-Mitfahrgelegenheit nach Kaikoura (und Sonntag zurueck), nachdem wir noch kurz zum Farmers Market nach Lyttelton gefahren sind (wow, die Einwohnerzahl hat sich dort mind. verdoppelt, super, dieser Trubel, da muss ich nochmal hin und wie der Zufall so will, findet dort ab Fr, den 13. das 10taegigeHarbour Festival of Lights statt!). Und ab da "alleine", hatte ich wieder mehr Zeit zum Fotografieren und mich packte - wie "befuerchtet" - wieder die Unternehmungs- und Reiselust ... es blieb nicht bei 1 Nacht in Kaikoura und wieder zurueck.